Software für den Mode-Großhandel: Kundenpreise richtig abbilden
Preisgruppen, Staffelpreise, Kundenrabatt – und warum kein Rabatt still mitlaufen darf.
Inhalt
Kurz gesagt
Ein gutes Programm für den Mode-Großhandel kennt drei Arten von Kundenpreisen: Preisgruppen (zum Beispiel Boutiquen und Ketten), Staffelpreise nach Menge und einen festen Kundenrabatt. Entscheidend ist, dass jeder Preis auf Bestellung und Rechnung sichtbar bleibt und kein Rabatt still mitläuft. Prüf außerdem Lager, Rechnungen mit USt-IdNr. und den Export für dein Steuerbüro.
Drei Arten von Kundenpreisen
Preisgruppen
Kunden mit ähnlichen Konditionen kommen in eine Gruppe: Boutiquen zahlen einen Preis, Ketten einen anderen, Wiederverkäufer im Ausland einen dritten. Ändert sich ein Preis, änderst du ihn einmal für die ganze Gruppe.
Staffelpreise
Wer mehr nimmt, zahlt pro Stück weniger – zum Beispiel ab 30 Stück. Staffeln können für alle gelten oder nur für eine Preisgruppe.
Kundenrabatt
Ein fester Nachlass für einen einzelnen Kunden, etwa 5 % für eine langjährige Boutique. Er gehört in die Kundenkartei und als eigene Zeile auf die Rechnung – nicht versteckt im Stückpreis.
Rechenbeispiel: Preisgruppe plus Staffel
Listenpreis 14,00 € netto. Die Boutique gehört zur Preisgruppe „Boutiquen“ (12,50 €), ab 30 Stück gilt 11,90 €. Sie bestellt 36 Stück.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Listenpreis je Stück | 14,00 € |
| Preisgruppe Boutiquen | 12,50 € |
| Staffel ab 30 Stück | 11,90 € |
| 36 Stück × 11,90 € | 428,40 € |
| Nettobetrag | 428,40 € |
| 19 % Umsatzsteuer | 81,40 € |
| Rechnungsbetrag | 509,80 € |
Geht die Ware tatsächlich an eine Boutique in einem anderen EU-Land mit gültiger USt-IdNr., kann die Lieferung steuerfrei sein (innergemeinschaftliche Lieferung) – dann brauchst du auch einen Nachweis, dass die Ware dort angekommen ist. Lass dir das von deinem Steuerbüro bestätigen.
Warum kein Rabatt still mitlaufen darf
Ein typischer Fehler: Eine Standard-Preisgruppe gibt allen Geschäftskunden automatisch 15 % Nachlass – auch denen, die nie verhandelt haben. Auf der einzelnen Rechnung fällt das niemandem auf, in der Monatsauswertung fehlt plötzlich Marge.
Achte deshalb darauf, dass ein Programm Rabatte nur gibt, wenn du sie eingestellt hast, und sie auf Bestellung und Rechnung sichtbar macht.
Software für den Mode-Großhandel: Kundenpreise richtig abbilden · x-sale.store/ratgeber
Checkliste: Was die Software können sollte
Preise
Bestellen und Verkaufen
Lager und Versand
Rechnung und Steuer
Lieferungen ins EU-Ausland
Auf die Rechnung an einen Geschäftskunden in einem anderen EU-Land gehören deine und seine USt-IdNr. sowie der Hinweis „Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung“. Steuerfrei ist die Lieferung nur, wenn die Ware wirklich in das andere EU-Land gelangt: Bewahre Versandbeleg oder Gelangensbestätigung auf. Prüf die Nummer vor der Lieferung (zum Beispiel über die EU-Abfrage VIES) und meld die Lieferung in der Zusammenfassenden Meldung. Die Einzelheiten klärst du am besten mit deinem Steuerbüro.
So geht es mit X-Sale
X-Sale führt Endkunden und Geschäftskunden in einem Programm – mit Kundenpreisen, Lager, Live-Kasse und Rechnungen.
Was X-Sale dafür kann
- Preisgruppen und Staffelpreise, auch Staffeln nur für eine Gruppe
- Kundenrabatt in der Kundenkartei, auf der Rechnung als eigene Minus-Zeile – nie automatisch
- USt-IdNr. prüfen: steuerfrei wird nur mit geprüfter Nummer gerechnet
- Netto- oder Bruttopreise je Shop einstellbar
- Live-Kasse auch für Lives an Händler
Was X-Sale nicht macht
- Größenläufe als Bestelleinheit (eine Serie S bis XL als ein Stück) gibt es nicht – Artikel haben Ausführungen je Größe.
- Einen eigenen, abgeschlossenen Bestellbereich nur für deine Geschäftskunden gibt es heute nicht.
Baustein Großhandel: 30 € netto im Monat zusätzlich, ab Level 2 „Smart Seller“ (150 €). In Level 5 „Boss-Level“ (ab 499 €) enthalten.
Probier es bei deinem nächsten Live
Fünf kurze Fragen zu deinen Lives – danach siehst du, welches X-Sale-Paket zu dir passt und was es kostet.
Level-Test machenFünf Fragen, eine Minute. Danach weißt du, welches Paket passt.Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Preisgruppe und Kundenrabatt?
Eine Preisgruppe legt Preise für viele Kunden zugleich fest, zum Beispiel für alle Boutiquen. Ein Kundenrabatt gilt nur für einen einzelnen Kunden und kommt als Prozent-Nachlass obendrauf.
Brauche ich für den Großhandel ein eigenes Programm neben dem Shop?
Nicht unbedingt. Wichtig ist, dass Endkunden und Geschäftskunden getrennte Preise sehen und Rechnungen für beide stimmen. Zwei Programme heißt oft: Lager doppelt pflegen.
Was muss auf eine Rechnung an Geschäftskunden im EU-Ausland?
Deine und seine USt-IdNr. und der Hinweis „Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung“. Dazu brauchst du einen Nachweis, dass die Ware im anderen EU-Land angekommen ist, und meldest die Lieferung in der Zusammenfassenden Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern.
Wie verhindere ich, dass Rabatte unbemerkt gegeben werden?
Rabatte nur dort hinterlegen, wo sie verhandelt wurden, und als eigene Zeile auf der Rechnung zeigen. Schau dir einmal im Monat an, welche Kunden zu welchen Preisen gekauft haben.
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